Bagheria – Die Stadt der Villen

Die Wiedergeburt einer geschundenen Stadt

Bagheria (sizilianischer Name: Baarìa) ist eine sehr spezielle Stadt in Sizilien. Im 17. und 18. Jahrhundert übertraft sich hier die Aristokratie aus Palermo mit dem Bau großer Villen und Parks. Bagheria war damals weit über Sizilien hinaus bekannt. Auch Goethe hat während seiner Italienischen Reise in Bagheria vorbeigeschaut.

Der Niedergang der Aristokratie in Sizilien bedeutete auch den der Villen in Bagheria und der nachfolgende Aufstieg der Mafia machte Bagheria zu einer geschundenen Stadt. Ihr schlechter Ruf reichte weit über Sizilien hinaus.

Mittlerweile befindet sich auch die Mafia in Sizilien im Niedergang und die Wiedergeburt von Bagheria ist eingeläutet. Einen schlechten Ruf wird man aber so schnell nicht los. Hier setzt dieser Artikel an. Er sammelt zuersteinmal trockene Fakten über Bagheria und gibt dann Tipps für eine Reise dorthin. Denn der Tourismus ist eine der Stützen der Wiedergeburt.

Veröffentlicht am:  30. Januar 2010

Letzte Änderung:  02. Februar 2013

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Überblick

Die sizilianische Aristrokratie aus Palermo hat sich den Standort Bagheria natürlich nicht zufällig als Sitz für Ihre Villen ausgesucht. Bagheria liegt leicht erhöht auf einer großen Landzunge.

Hier hatte man von den Terassen und oberen Etagen der Villen aus einen herrlich weiten Blick über die Zitronen­haine auf Berge und Meer. Er überstrich fast 180 Grad, beginnend im Nordwesten und endend im Südosten. Wunderbare sizilianische Sonnen-Aufgänge und -Untergänge waren den damaligen Bewohnern von Bagheria so garantiert.

Klicken Sie unten in der Karte auf "Gelände", sehen Sie, daß den Herrschaften nur ein kleines Gebirge den Blick nach Nordosten versperrte. Dieses ist der Monte Catalfano. Er ist heute das Naherholungsgebiet von Bagheria und eines der Symbole der Wiedergeburt der Stadt.

Spätestens, wenn Sie in der Karte auf "Sat" klicken, dürfte klar sein, daß diese Wiedergeburt von Bagheria eines nicht zurückbringen kann: die für Sizilien so typischen, großen Zitronenhaine. Bagheria hat mittlerweile über 50.000 Einwohner und die benötigen den Platz. Außerdem sind Zitronen kein gutes Geschäft mehr.

Mit einem Klick auf "Karte" gehen Sie zurück auf die Karten-Darstellung und sehen, daß Bagheria im Norden an die Staatsstraße SS 113 und im Süden an die Autobahn zwischen Palermo und Catania angebunden ist. Für den Tourismus in dieser Gegend ist das sehr vorteilhaft – wie dieser Routenplaner zeigt.

 

Die Karte von Bagheria

Google Maps Pin Aspra
Google Maps Pin Mongerbino
Google Maps Pin Monte Catalfano
Google Maps Pin Villa Cattolica                    
Google Maps Pin Palazzo Aragona-Cutò – Spiezeug-Museum
Google Maps Pin Museum für zeitgenössische Kunst
Google Maps Pin Villa Palagonia
Google Maps Pin Palazzo Larderia
Google Maps Pin Piazza e chiesa Anime Sante
Google Maps Pin Piazza e Chiesa Madrice
Google Maps Pin Palazzo Butera
Google Maps Pin Villa Trabia
Google Maps Pin Villa Cirincione
Google Maps Pin Villa Valguarnera
Google Maps Pin Fußgängerzone – Corso Umberto I

Ihr könnt die Karte auch mit Google Street View erkunden. Mit einem Klick auf den folgenden Link öffnet sich ein entsprechendes Fenster:

Bagheria – Die Stadt der Villen

 

Aspra

Der Ortsteil Aspra war früher ein kleines Fischerdorf und diese Geschichte ist heute noch sichtbar. Am Strand liegen eine Reihe der klassischen orange-blau gestrichenen Fischerboote, mit denen im kleinen Maßstab Fischfang betrieben wird.

Längst hat sich der Ort zu einem lohnenden Ausflugsziel für die Palermitaner entwickelt. Die Strandpromenade wurde neu gestaltet und ist flankiert von Bars, Eiscafes und Pizzerien.

Bis in die 50er Jahre war der Abbau von ockerfarbenem Kalktuff (dem sogenannten "Pietra d’Aspra") die tragende Säule der lokalen Wirtschaft. Dieser Stein wurde für die Errichtung der Sommervillen des palermitanischen Adels in Bagheria benötigt und wurde auch im berühmten "Teatro Massimo" in Palermo verbaut.

 

Mongerbino

Dieser Ortsteil von Bagheria zieht sich an der Küste entlang und ist heute Wohnort der Bessergestellten. Die Lage mancher Villa direkt über dem Meer ist spektakulär leider jedoch auch Produkt eines Baubooms, der in den 60er und 70er Jahren ohne Rücksicht auf Natur und Baugenehmigung um sich griff. Viele Mafiabosse ließen sich hier eine Residenz bauen.

Doch diese Zeiten sind vorbei, da der Staat immer stärker durchgreift. Heutzutage sieht man einige große Anwesen, die leerstehen und verfallen und es handelt sich nicht selten um vom Staat konfiszierten Mafiabesitz.

Trotz allem ist dieser Küstenabschnitt nicht verschandelt und bietet Refugien für mediterane Felsküstenvegetation. Kleine Strände in Badebuchten bieten im Sommer Abkühlung. Das sizilianische Wetter macht Mongerbino zu einem idealen Standort für den Sommerurlaub.

 

Geschichte

Die Gegend von Bagheria ist bereits seit den Zeiten der Phönizier besiedelt (ca. 800 v.Chr.), die dort auf einer Landzunge die Stadt Solunto begründet haben, deren Ruinen heute besichtigt werden können.

Das Dorf Bagheria wurde im 17. Jahrhundert gegründet, als die Familie Branciforte ihre Villen dort errichtete. Bald wurde die Gegend um Bagheria als idealer Ort für die Sommersitze der palermitanischen Aristokratie angesehen.

Die Barockvillen erlangten Berühmtheit über Sizilien hinaus. Bagheria wurde zum Reiseziel namenhafter Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe und Karl Friedrich Schinkel.

Die neuere Geschichte von Bagheria wird sehr schön im Film Baaria gezeigt. Der Regisseur und Oskar-Preisträger Giuseppe Tornatore erzählt darin die Geschichte dreier Generationen einer Familie aus Bagheria im 20. Jahrhundert. Giuseppe Tornatore selber ist in Bagheria aufgewachsen. Baaria zeigt daher nicht zufällig autobiografische Züge.

 

Villa Palagonia

Die bekannteste und originellste Villa in Bagheria ist die Villa Palagonia. 1715 von Fürst Gravina di Palagonia in Auftrag gegeben, machte sie als "Villa der Monster" Furore. Der Enkel des Fürsten ließ als Dekoration auf den Aussenmauern Steinskulpturen aus Aspra-Kalktuffstein aufstellen, die fantastische Tiere, menschenähnliche Figuren, Musikanten und Karikaturen darstellten und schon damals zum Anziehungspunkt für weitgereiste Besucher, unter ihnen auch Goethe, wurden.

Im ebenfalls sehenswerten Inneren der Barockvilla ist besonders der Spiegelsaal zu erwähnen, dessen mit Spiegeln verzierte Decke und mit Mamorplatten verkleideten Wände den Glanz der vergangenen Epoche erahnen lassen.

 

Villa Cattolica

Diese 1736 fertiggestellte Villa vereinigt barocke Architektur und moderne Kunst. Die Villa ist Sitz des Museums Renato Guttuso, einem in den 60er Jahren in Italien sehr bekannten sizilianischen Malers, der farbgewaltige Bilder schuf, in denen reale Szenen aus dem sizilianischen Leben dargestellt werden, wie zum Beispiel in seinem berühmtesten Bild "La vucciria", das auf dem gleichnamigen Straßenmarkt in Palermo entstand.

 

Sozio-Ökonomie

Einige Zahlen sollen zunächst einen Überblick über die sozio-ökonomische Situation in Bagheria geben (sofern nicht anders angegeben aus dem Jahre 2005):

  • 2001 hatte Bagheria 50.854 Einwohner, 2005 bereits 54.508 Einwohner.
  • Der Altersindex beträgt 51 (Bevölkerung älter 65 / Bevölkerung unter 15 Jahren x 100), zum Vergleich Sizilien 68,5, Italien 96,5.
  • Die Erwerbsquote beträgt 34,5 (Beschäftigte / Gesamtbevölkerung x 100), zum Vergleich Sizilien 33,57, Italien 39,9.
  • Die Arbeitslosenquote beträgt 39,5 (Arbeitslose / Gesamtbevölkerung x 100), zum Vergleich Sizilien 27,9, Italien 12,3.

Die Bevölkerung ist in folgenden Wirtschaftszweigen tätig:

  • 16% Landwirtschaft und Fischerei (Italien 5%)
  • 29% Industrie (davon 17,8% Bausektor) (Italien 32%)
  • 55% Dienstleistungen (davon 3,05% Tourismus) (Italien 63%)
  • Zahl der Unternehmen: 3.100; Unternehmen pro 100 Einwohner = 3,08 (Sizilien 4,2, Italien 5,9)

Die ökonomische und soziale Situation in Bagheria ist gekennzeichnet von einem dynamischen Bevölkerungswachstum bedingt durch eine Wanderungsbewegung aus dem Binnenland und aus Palermo. Bagheria gehört zu den am wenigsten überalteten Regionen Italiens.

Die unter dem nationalen Durchschnitt liegende Erwerbsquote und die hohe Arbeitslosigkeit zeigen, wie kritisch die wirtschaftliche Situation in der Kommune Bagheria ist.

Die geringe Zahl an Unternehmen in Bagheria zeigt einen Mangel an regionalem Unternehmertum, der nicht nur Auswirkungen auf den Beschäftigungsfaktor hat, sondern auch auf die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Es handelt sich um ein schwaches Produktionsgefüge, das vor allem auf den lokalen Markt und auf niedrige Produktivität ausgerichtet ist.

Wie überall auf Sizilien ist die Beschäftigungsrate in der Landwirtschaft in Bagheria im nationalen Vergleich hoch. Die Beschäftigungsrate im Industriesektor ist relativ hoch, hervorzuheben ist der in Bagheria historisch starke Zweig der Konservenfabrikation für landwirtschaftliche Produkte und Fisch.

Das Handwerk in Bagheria leidet unter der Schwäche der Baubranche und einer ausufernden Bürokratie, die die Ansiedlung von Betrieben erschwert.

Das Beschäftigungsniveau in der Tourismusbranche in Bagheria entspricht lediglich dem nationalen Niveau, hat aber im Hinblick auf die regionalen Möglichkeiten, die in der weiteren Entwicklung des Tourismus stecken, das Potential, die gravierenden Beschäftigungsprobleme zu reduzieren. Insbesondere der Wert der Naturresourcen wird erkannt und man versucht verstärkt, Projekte auf den Weg zu bringen, die den Naturtourismus fördern. Dazu gehört zum Beispiel die Entwicklung des Hausberges von Bagheria, Monte Catalfano, zu einem Naturerlebnispark.

 

Landwirtschaft – Obst und Gemüse

Der Zitronenanbau war seit Ende des 18. Jahrhunderts Grundlage der Ökonomie der Region Bagheria. Die Ebene um Palermo und Bagheria war für weitläufige Orangen- und Zitronenhaine bekannt und wurde Conca d’Oro (Goldenes Becken) genannt. Der Aufschwung begann, als insbesondere durch Grossbritanien die Nachfrage nach Zitronen als Skorbutprophylaxe auf Schiffen anstieg, ab 1832 Zitronen zollfrei in die USA exportiert werden konnten und die Dampfschifffahrt sich entwickelte, was die Transportzeiten verkürzte.

Die Landschaft der Conca d’Oro wurde durch neue Anlagen und Bewässerungstechnik verändert, da Wäldchen und viele der die Palazzi des Adels schmückenden Gärten verschwanden.

Im Jahre 1953 verfügte Bagheria über 1.700 Hektar Anbaufläche für Zitrone, dieses blieb bis 1980 unverändert. Heute werden nur noch ca. 300 Hektar bewirtschaftet, die oasenhaft über das Gebiet verstreut sind. Viele Zitonenhaine sind aufgegeben worden und verwildert oder wurden für den wirtschaftlich lohnenderen Anbau von Oliven, Wein und Gemüse umgebrochen.

 

Landwirtschaft – Tiere

Die Fischereiwirtschaft, insbesondere Thun- und Schwertfischfang, gehört zu den führenden Wirtschaftszweigen auf Sizilien, leidet jedoch zunehmend unter der massiven Überfischung der Meeresgründe. Der Fischereihafen in Porticello (zu Santa Flavia, der Nachbargemeinde von Bagheria gehörend) ist mit ca. 400 Fischkuttern und einem Umsatz von ca. 120 Millionen Euro der zweitgrößte auf Sizilien.

Viehzucht hat für die Region Bagheria keine grosse wirtschaftliche Bedeutung. Die Schafzucht ist immer weiter im Rückgang begriffen und der Schaftrieb könnte bald aus dem Strassenbild verschwinden. Rinderzucht wird mangels Weideflächen kaum betrieben.

 

Mafia

Bagheria galt in den 1980er Jahren als eine der am stärksten von der Mafia (die auf Sizilien Cosa Nostra = Unsere Sache – heißt) durchdrungenen Stadt Siziliens. Zusammen mit den Nachbarorten Altavilla Milicia und Casteldaccia gehörte sie aufgrund der hohen Mordrate zum sogenannten Todesdreieck der Mafia. Am 25.12.1981 kam es in Bagheria zum sogenannten Weihnachtsmassaker, bei dem drei ranghohe Mafiosi und ein unbeteiligter Passant erschossen wurden.

In der Nähe von Bagheria errichteten die aus den mafia-internen Machtkämpfen von 1981-1983 siegreich hervorgegangenen Clans aus Corleone in einer Fabrik das sogenannte Vernichtungslager von Bagheria, in dem "Verhöre" durchgeführt und gefoltert wurde.

In den 1980er Jahren begann, ausgehend vom Justizpalast in Palermo, ein intensiver Kampf gegen die Mafia. Der enorme Erfolg dieses Kampfes beruhte im Wesentlichen auf neuen Ermittlungsmethoden des Richters Giovanni Falcone.

Seine Arbeit führte nicht nur dazu, daß bereits damals hunderte Mafiosi im Gefängnis landeten. Giovanni Falcone schaffte es auch, eine erstaunlich große Zahl normaler Bürger gegen die Mafia zu mobilisieren.

So wurden auch unter dem Druck der Bevölkerung, die nicht länger gewillt war, dem tödlichen Treiben schweigend zuzusehen, zahlreiche Gesetze beschlossen, die bereits die Mafia-Mitgliedschaft unter Strafe stellten und die Einziehung von illegal erworbenem Vermögen ermöglichten. Die Gesetze zeigten auch in Bagheria Wirkung und führten zu zahlreichen Verhaftungen und Beschlagnahmungen.

Tatsächlich ist der Kampf gegen die Mafia in ihrer Hochburg, also der Provinz Palermo besonders intensiv. Sie beschränkt sich hier nicht mehr nur auf die Arbeit der Polizei. Deren Arbeit wird mittlerweile auch von engagierten Bürgern unterstützt. Eine der erfolgreichsten dieser Initiativen ist Addiopizzo (Tschüß Schutzgeld). Ihr gehören mittlerweile alleine in Palermo 400 Geschäfte und Dienstleister an, die kein Schutzgeld mehr zahlen.

 

Kultur

Bagheria ist zwar nur eine kleine Stadt in Sizilien, ihre Wurzeln sind aber Kultur pur. Der Grund liegt in der Motivation für Ihre Gründung im 17. Jahrhundert durch die Familie Branciforte. Sie begann hier Villen in eine wunderschöne Gegend voller Orangenhaine zu bauen. Dieses wurde bald zur Mode der Aristrokratie von Palermo und so entstand Villa nach Villa und brachte Architekten und Künstler in die Gegend.

Mit dem Niedergang der Aristrokratie (schön beschrieben im Roman und Film Der Leopard) und dem Aufstieg der Mafia verfielen viele Villen. An ihre Stelle traten bald häßliche Betonklötze schlechter Bauqualität.

Aber mittlerweile befindet die Mafia sich im Niedergang und die Kultur gewinnt wieder Boden. Die noch existierenden Villen werden renoviert und dienen u.a. als Museum. Das Paradebeispiel ist das oben schon erwähnte Museum Guttuso in der Villa Cattolica. Der Maler Renato Guttuso ist einer der großen Söhne der Stadt. Ihm ist daher eine Dauerausstellung in der Villa Cattolica gewidmet.

Weitaus weniger bekannt ist das Museum für zeitgenössische Kunst. Seine Aufgabe ist die Förderung der Kunst des 20. und 21 Jahrhunderts aus Sizilien. Das Museum ist international verflochten und so zeigt es auch die Werke zeitgenössischer interantionaler Künstler.

Der aber wohl bekannteste Künstler aus Bagheria ist der Oskar-Preisträger Giuseppe Tornatore. Wie viele große Künstler hat er Sizilien verlassen, ist aber sehr mit seiner Heimat verbunden. So widmete er sein letztes großes Werk seiner Geburtsstadt Bagheria. Er gab dem Film dessen sizilianischen Namen Baaria. Im Artikel Baaria – Eine Reise zu den Wurzeln finden Sie hierzu weitere Informationen Tornatore setzt sich auch in anderer Hinsicht für seine Heimatstadt ein. Er treibt die Rekonstruktion einer der zentralen Villen voran.

 

Sport

In der Region Bagheria liegt der Fußball als Freizeitsport ganz vorne. Die regionale Mannschaft A.S.Città di Bagheria spielt aktuell in der höchsten regionalen Amateurliga Campionato di Eccellenza.

Eine weitere beliebte Sportart ist der Straßenradsport und besonders an Wochenenden sind Gruppen von Rennradfahrern auf Trainingsfahrt im Straßenbild von Bagheria präsent. Im Alltag spielt die Fortbewegung per Fahrrad aber kaum eine Rolle.

Aus Bagheria stammt eine der derzeit besten italienischen Langstreckenläuferinen, Anna Incerti, die unter anderem 2008 den Mailand-Marathon gewann (2:27:42) und im gleichen Jahr in dieser Disziplin Vierzehnte bei den Olympischen Spielen in Peking wurde.

 

Geologie

Der Hausberg von Bagheria, Monte Catalfano, ist Teil eines Kalkmassives, das die Ebene von Palermo umschließt. Zutage tretender Fels und die für Westsizilien typische Terra Rossa (Kalksteinrotlehm) charakterisieren die Bodenbeschaffenheit.

Unter dem Monte Catalfano lagert eine mächtige pliozäne Muschelschicht. Zahlreiche Höhlen tektonischen oder marinen Ursprungs durchziehen das Gelände.

Die Höhlen tektonischen Ursprungs entstanden im Pleistozän (Eiszeitalter, ca. 2,6 Millionen Jahre bis 10.000 Jahre v.Chr.) durch die Vertikalverschiebung großer Felsmassen und werden Zubbi genannt.

Davon zu unterscheiden sind Höhlen marinen Ursprungs, Grotten, die durch Wellenschlag oder die Perforation der Felsen durch Organismen entstanden sind. Viele der Höhlen und Grotten des Monte Catalfano sind auf Wanderwegen gut zu erreichen.

 

Vegetation

Sizilien besitzt die artenreichste Flora der Mittelmeerinseln. Über 3000 Arten und Unterarten sind auf der Insel zu finden, davon ca. 10% der Arten nur hier (d.h. endemisch). In Mongerbino findet man eine artenreiche Felsküstenvegetation und der Hausberg von Bagheria, Monte Catalfano, beherbert eine Vielzahl von seltenen Pflanzen.

 

Bagheria entdecken

Dieser Artikel bietet uns zwar die Gelegenheit, Interesse für eine Stadt in Sizilien zu wecken, die sich nach einigen dunklen Jahrzehnten regelrecht in einer Phase der Wiedergeburt befindet. Ein Artikel kann aber weder den Geruchsteppich blühender Zitronenhaine, noch die wohltuende Wärme von Sizilien oder das Pulsieren der zentralen Piazza von Bagheria transportieren. Dazu müssen Sie Bagheria einfach besuchen.

Sehr erleichtert wird ein solches Vorhaben durch die Sprachschule Solemar Sicilia. Sie befindet sich direkt am Meer im schönsten Ortsteil von Bagheria – Mongerbino. Die Schule wird von einem sizilianisch-deutschen Ehepaar geleitet und bietet neben den Sprachkursen eine grosse Auswahl von Ferienwohnungen und erste Schritte zur sizilianischen Küche.

Eine Sizilien-Reise ist mittlerweile besonders einfach und preisgünstig da Ryanair seit einigen Jahren den Flughafen Trapani anfliegt. Vom Flughafen Trapani gelangt man direkt über die Autobahn nach Bagheria. Vom Autobahnanschluss Bagheria sind es dann nur noch ca. 5 km bis zu Solemar Sicilia in Mongerbino.

Aber auch mit Bus und Zug gelangt man einfach von Trapani nach Bagheria. Dazu geht es zuersteinmal vom Flughafen Trapani zum Hauptbahnhof Palermo und dann mit dem Zug vom Hauptbahnhof Palermo nach Bagheria.

Bagheria ist ein hervorragender Standort für all diejenigen, die sich im Urlaub lieber mit der Trenitalia als dem Auto bewegen. Durch seine Lage direkt an der Hauptstrecke Richtung Palermo bieten sich von Bagheria aus zahlreiche Ausflüge mit der Trenitalia Richtung Agrigento und Cefalù.

Wie der Blog Sizilien und Sicherheit zeigt, ist entgegen vieler Klischees Sizilien eines der sichersten Urlaubsgebiete der Welt. Der Artikel Sizilien jenseits der Klischees räumt mit weiteren Vorurteilen über Sizilien auf.

 

 

 

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